Hebel Handbuch

5 Bauphysik 115 5.1.6 Wärmebrücken (Wärmebrückenverluste ψ ) Der Wärmeschutz eines Gebäudes wird nicht nur durch die Baustoffe der Außenwände, son­ dern auch durch Bauteilanschlüsse und darin vorhandene Materialwechsel beeinflusst. Gerade bei diesen Anschlüssen ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste, die durch die so genannten längenbezogenen Wärmebrücken­ verlustkoeffizienten ψ [W/mK] nach DIN EN ISO 10211 quantifiziert werden können. Sie treten z. B. im Bereich von Deckenauf­lagern, Tür- und Fensteranschlüssen sowie bei Schnittkanten im Bereich von Wandecken, Wänden und Decken auf. Wo Wärmebrücken auftreten, kann die innere Oberflächentemperatur im Bereich der Wärmebrücke niedriger sein als auf der sich anschlie­ ßenden Bauteilfläche im von Wärmebrücken freien Bereich. Dadurch kann es im Wechsel­ spiel von Temperaturänderungen bei der Raum- und Gebäudeheizung zu Tauwasserbildung kommen. Durch die allgemeine Verbesserung der Wärmedämmung sind heute die Oberflächen­ innentemperaturen relativ hoch. Daher fallen die linien- und punktförmigen Wärmebrücken­ verluste in der Gesamtbilanz des Wärmever­ brauchs prozentual stärker ins Gewicht als früher bei ungünstiger gedämmten Gebäuden. Dieser zunehmenden Bedeutung der Wärme­ brückenverluste wird z. B. durch die explizite Bewertung im Rahmen der Energieeinspar­ verordnung Rechnung getragen. Bei Wärmebrücken wird nicht nur der theo- retische Wärmedurchgang durch ein Bauteil betrachtet, sondern alle Wärmeströme, die waagerecht, senkrecht oder diagonal fließen. Nach der Energieeinsparverordnung sind Wärmebrückenverluste planerisch und aus­ führungstechnisch zu minimieren. Hebel Porenbeton-Bauteile weisen aufgrund ihrer homogen massiven Baustoffstruktur nach allen Richtungen die gleiche Wärmeleit­ fähigkeit auf. Dadurch werden durchgängige Detaillösungen möglich, Wärmebrücken werden von vornherein vermieden bzw. minimiert. So bauen Sie mit Hebel Porenbeton bei konse­ quenter Planung und Ausführung wärme- brückenoptimiert.

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