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Hebel BosT-System: Fachkommentar

Bost Fachkommentar

Mario Schmitz, Produktmanagement Hebel

Nach der Einführung der neuen Generation Hebel Montagebauteile mit Lambda = 0,10 W/(mK) führt Hebel nun das Bauen ohne separates Tragwerk (BosT) als Bausystem ein. Die Bauweise bietet eine innovative Alternative zum konventionellen Gewerbebau. Die einfache Montage der Porenbetonplatten ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte Umsetzung kleinerer Bauprojekte ohne die Verwendung separater Tragwerke aus Stahl oder Stahlbeton.

Die tragwerklose Bauweise ist in den Niederlanden bereits gängige Praxis, mit Hebel Wand-, Dach- und Deckenplatten wurden dort bereits zahlreiche Gebäude in dieser Bauweise errichtet. 2017 kommt das Hebel BosT-System, welches in Deutschland normativ geregelt ist, auch auf den deutschen Markt. Mit der Einführung sollen vor allem Bauherren angesprochen werden, die schnell und ohne großen Aufwand Nutzbauten, Anbauten oder kleinere Lagerräume errichten wollen. Das Hebel BosT-System bietet eine optimale Lösung, da die bewehrten Wandplatten tragend sind und so eine separate Tragekonstruktion überflüssig machen. So haben Bauherren einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber dem Bau einer Halle mit extra Tragwerk. Bauherren profitieren außerdem besonders von der Schnelligkeit des Baus – sobald das Fundament steht, kann die Montage beginnen. Ein großer Pluspunkt ist, dass das Fundament einfacherer und somit kostenoptimiert  gebaut werden kann. In bewährter Hebel-Manier werden die Platten bereits einbaufertig geliefert, ein Aufmaß vor Ort ist nicht notwendig – das spart Zeit, Geld und Bauabfall. Die Gebäudehülle, die in kürzester Zeit steht, ist schnell einsatzbereit. Die Wandplatten werden von außen beschichtet um eine optimale Witterungsfestigkeit zu erreichen, Türen und Fenster können eingesetzt und das Gebäude kurzfristig in Betrieb genommen werden.

Besonders geeignet ist der Bau ohne Tragwerk für das produzierende Gewerbe, bei dem der Bedarf an separaten Lagerflächen mit hoher Sicherheit besteht. Chemiefabriken nutzen beispielsweise die Möglichkeit, kleinere Nutzräume in bestehenden Hallen oder in unmittelbarer Nähe zu diesen nachzurüsten um dort Gefahrenstoffe, Geräte und Nutzfahrzeuge sicher zu lagern. Hier kommt dem Baustoff seine außerordentliche Brandsicherheit zu Gute: die Porenbetonplatten verhindern das Ausbreiten von Bränden. Hallen, in denen ein Nutzraum aus Porenbeton steht, sind doppelt geschützt: zum einen vor der Brandübertragung von außen in den Nutzraum, zum anderen vor Brandübergriffen aus dem Inneren des Nutzraumes.

Erfahren Sie hier alles über die Bauweise ohne separates Tragwerk