Interview mit Manfred Streng, Geschäftsleitung Vertrieb Hebel

Manfred Streng Geschäftsleitung Vertrieb Hebel

Herr Streng, was ist das besondere an der neuen Hebel Wandplattengeneration?

Die neuen Wandplatten haben eine verbesserte Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,10 W/(mK), beziehungsweise einen verbesserten Wärmedurchgangskoeffizienten von U = 0,26 W/(m²K). Dadurch werden die Wärmedämmeigenschaften um bis zu 30 Prozent verbessert. Mit dieser optimierten Wärmedämmung können Bürogebäude, Verwaltungsbauten und Gewerbehallen mit Kopfbauten einschalig monolithisch gebaut werden. Dabei werden die Anforderungen der EnEV, eine konstante Innentemperatur von mindestens 19°C zu halten, problemlos erfüllt. Besonders ist aber auch, dass die neuen Wandplatten eine hohe Wirtschaftlichkeit bedeuten: eine einschalige Bauweise heißt, dass keine zusätzlichen Wärmedämmmaßnahmen notwendig sind, was letztendlich Kosten spart.
Natürlich steht die neue Wandplattengeneration den bisherigen Montagebauteilen auch in puncto Sicherheit in nichts nach – die Platten sind nicht brennbar und entsprechen der Baustoffklasse A1; sie bieten höchsten Einbruchschutz durch die eingebaute Stahlbewehrung und den massiven Baustoff und sie sind auch schallschutztechnisch weit vorne.


Für wen ist die Neuerung besonders interessant und warum?

In erster Linie sind die neuen Wandplatten natürlich für Architekten und Planer interessant. Je nach Projekt, ob durch Direktvergabe oder Ausschreibung, sind sie die Entscheider, was den Baustoff angeht. Im Grunde richten sich die neuen Wandplatten aber an alle, die mit einem zukunftsfähigen, wertstabilen Baustoff planen und bauen wollen.
Die Wandplatten mit λ = 0,10 W/(mK) sind auf eine langfristige, flexible Nutzung ausgerichtet. Interessant wird es vor allem, wenn Hallen, die zu Produktions- oder Lagerzwecken mit der neuen Wandplattengeneration gebaut wurden, nach Jahren z.B. zu Gewerbehallen mit Bürostandard umfunktioniert werden. Zum einen werden keine nachträglichen Dämmmaßnahmen oder Heiz- bzw. Kühlsysteme notwendig, zum anderen ist die Umnutzung durch Umbau, Fassadengestaltung oder Erweiterung sehr einfach möglich. Ebenso interessant ist die Neuerung für Bauherren und Planer, bei deren Bauvorhaben Hallentypen kombiniert werden. Gebäude, die auf Grund der deutlich gewachsenen  EnEV-2016-Anforderungen als komplexe Mehrzonenmodelle geplant werden, können homogen aus einem Baustoff gebaut werden.
Die neuen Wandplatten sind aber auch einfach für alle interessant, die energieeffizient  und nachhaltig bauen wollen. Dank eines optimalen U-Wertes von nur 0,26 W/(m²K) bei einer Wandstärke von 36,5 cm können die Außenwände aus einem Baustoff und somit energieeffizient, kostengünstig und vor allem wärmebrückenoptimiert errichtet werden.


Sind Sie zufrieden mit der Reaktion des Marktes auf die Einführung der neuen Wandplattengeneration?

Sehr. Wir haben seit Einführung der Wandplatten 2016 bereits 2 große Gewerbebauten in Bayern und Brandenburg fertiggestellt. Bei beiden Bauten handelt es sich um Produktions- bzw. Lagerhallen. Die Bauherren sind sehr zufrieden mit den klimatischen Bedingungen, mit der schnellen Bauzeit und der hohen Qualität des Baustoffs. Die generelle Auftragslage sieht sehr gut aus – 10 Bauvorhaben sind bereits in der Planung abgeschlossen, weitere 20 fest beauftragt. Wir haben darüber hinaus über 70 geplante Neubauten in ganz Deutschland in der Pipeline, dabei ist besonders interessant, dass die Nutzungspläne stark variieren. Großflächige Produktions- und Gewerbehallen sind genauso gefragt wie moderne Büro- und Verwaltungsgebäude und sogar Hotels. Diese gute Auftragslage zeigt, dass wir mit diesem zukunftsfähigen Produkt genau richtig liegen.

 

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